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Versuchtes Tötungsdelikt

Nach Erpressungen und Brandstiftungen: Festnahme von Tatverdächtigen und Arbeitsgruppe eingerichtet

Polizei Hessen berichtet mit Meldezeit 09.09.2026 02:00 Uhr zu einem Ereignis in Bistro.

Angaben nur gemäß Quelle, ohne eigene Bewertung.

Gemeldet 09.09.2026 02:00 Uhr · Bistro, Deutschland

Polizeipräsenz bei Nacht in Bistro – Symbolbild

BISTRO

Symbolbild: Polizeipräsenz in Bistro. Das Bild zeigt nicht den konkreten Tatort.

09.09.2026

Polizeipräsidium Nordhessen

Meldung

Pressemitteilung

Nach Erpressungen und Brandstiftungen: Festnahme von Tatverdächtigen und Arbeitsgruppe eingerichtet

Lesedauer:5 Minuten

Die Kasseler Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Kassel ermitteln aktuell in drei mutmaßlichen Erpressungsfällen, bei denen eine Tätergruppe von verschiedenen Geschäftsinhabern Geldsummen forderten oder anderenfalls mit Brandanschlägen auf deren Geschäfte drohten. In zwei Fällen flogen später tatsächlich Glasflaschen mit Brandsätzen, wobei Polizei und Staatsanwaltschaft in einem der Fälle inzwischen sogar wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermitteln. Am Montagabend konnte die Polizei schließlich in der Kasseler Innenstadt in einem dritten Fall einen ersten Tatverdächtigen festnehmen, dessen Verbindungen zu den anderen Erpressungen ebenfalls intensiv geprüft wird. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Zur Aufklärung der Fälle wurde bei der Kriminalpolizei die Arbeitsgruppe „Bistro“ eingerichtet.

Erste Brandsetzung in Bistro in Innenstadt

Zu der ersten Tat war es nach derzeitigem Ermittlungsstand am Samstag, dem 28. August 2026, gegen 2:15 Uhr, in der Kurt-Schumacher-Straße gekommen. Zuvor hatten unbekannte Täter über das Internet Kontakt zu dem Inhaber eines Bistros aufgenommen und von ihm unter Androhung eines Brandanschlags einen höheren Geldbetrag gefordert. Zur Tatzeit flog schließlich eine Glasflasche mit Brandsatz, umgangssprachlich auch Molotow-Cocktail genannt, durch die geöffnete Eingangstür in das Bistro. Der entstandene Brand konnte durch anwesende Personen jedoch schnell gelöscht werden. Personenschäden oder größere Sachschäden blieben aus.

Zweiter Fall im Ostring: Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikts

Der zweite Fall, der nach derzeitigem Ermittlungsstand auf das Konto derselben Tätergruppe gehen dürfte, ereignete sich in der Nacht zum vergangenen Freitag im Kasseler Ostring. Das Polizeipräsidium Nordhessen berichtete hierzu bereits in einer

PressemitteilungÖffnet sich in einem neuen Fenster. In diesem Fall laufen die Ermittlungen inzwischen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts, da der gegen 4:15 Uhr von einem unbekannten Täter geworfene Brandsatz einen 23-Jährigen nur knapp verfehlt haben soll. Auch in diesem Fall war offenbar die Erpressung eines dort ansässigen Imbissbetreibers mit entsprechender Geldforderung vorangegangen.

Festnahme eines 21-Jährigen bei Geldabholung

Im Rahmen der weiteren intensiven Ermittlungen zu den beiden Erpressungsfällen und Brandsatzwürfen wurde bei der Kasseler Kriminalpolizei die AG Bistro eingerichtet. In der Folge gewannen die Ermittler Erkenntnisse, dass es einen weiteren Erpressungsfall zum Nachteil eines Kasseler Geschäftsbetreibers gibt, bei dem es zu einer Geldübergabe kommen könnte. Schließlich gelang der Polizei am Montagabend gegen 21:00 Uhr die Festnahme des 21-jährigen Tatverdächtigen aus Kassel im Innenstadtbereich. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung fanden die Ermittler zudem eine nicht geringe Menge an Betäubungsmitteln. Der 21-Jährige wurde auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft inzwischen einem Haftrichter vorgeführt und sitzt nun in Untersuchungshaft.

Hinweise und Videos erbeten

Die Ermittlungen der AG Bistro zu allen drei Erpressungsfällen dauern weiterhin an und laufen auf Hochtouren. Mögliche Verbindungen des festgenommenen 21-Jährigen zu den anderen Taten werden intensiv geprüft, wenngleich er nach derzeitigem Kenntnisstand offenbar nicht der Initiator der Erpressungen und Geldforderungen selbst war. Zur Aufklärung der Fälle und zur Identifizierung weiterer Tatverdächtiger suchen die Ermittler weiterhin nach Zeugen.

Darüber hinaus bitten sie auch darum, dass möglicherweise vorhandene Videos im Kontext der Brandanschläge oder der Flucht der Täter von den beiden Tatorten, der Polizei übermittelt werden. Hierzu wurde ein Portal zum Upload von sachdienlichen Video- oder Fotodateien eingerichtet.

Zeugenhinweise nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen unter Tel. +49 561 910 0 entgegen.

Tatrelevante Videos oder Fotos können über den Link

https://chronos.polizei-nordhessen.deÖffnet sich in einem neuen Fenster oder den oben abgebildeten QR-Code (Passwort: Leserhinweis) hochgeladen werden.

Quelle: Gemeinsame Presseveröffentlichung der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen

Matthias Mänz, Pressesprecher Polizeipräsidium Nordhessen, Tel. +49 561 910 1020 Moritz Teschner, Stellv. Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel, Tel. +49 561 912 2759

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