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Versuchtes Tötungsdelikt

Erpressungen und Brandstiftungen: Polizei nimmt ersten Tatverdächtigen fest und hat Arbeitsgruppe eingerichtet; Hinweise erbeten

Polizeipräsidium Nordhessen berichtet mit Meldezeit 09.09.2026 15:50 Uhr zu einem Ereignis in Kassel.

Angaben nur gemäß Quelle, ohne eigene Bewertung.

Gemeldet 09.09.2026 15:50 Uhr · Kassel, Deutschland

Polizeipräsenz bei Nacht in Kassel – Symbolbild

KASSEL

Symbolbild: Polizeipräsenz in Kassel. Das Bild zeigt nicht den konkreten Tatort.

Ein Dokument

QR-Code.pdf PDF - 263 kB

Gemeinsame Presseveröffentlichung der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen

Kassel:

Die Kasseler Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Kassel ermitteln aktuell in drei mutmaßlichen Erpressungsfällen, bei denen eine Tätergruppe von verschiedenen Geschäftsinhabern Geldsummen forderten oder anderenfalls mit Brandanschlägen auf deren Geschäfte drohten. In zwei Fällen flogen später tatsächlich Glasflaschen mit Brandsätzen, wobei Polizei und Staatsanwaltschaft in einem der Fälle inzwischen sogar wegen eines versuchten Tötungsdelikts ermitteln. Am Montagabend konnte die Polizei schließlich in der Kasseler Innenstadt in einem dritten Fall einen ersten Tatverdächtigen festnehmen, dessen Verbindungen zu den anderen Erpressungen ebenfalls intensiv geprüft wird. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Zur Aufklärung der Fälle wurde bei der Kriminalpolizei die Arbeitsgruppe "Bistro" eingerichtet.

Erste Brandsetzung in Bistro in Innenstadt

Zu der ersten Tat war es nach derzeitigem Ermittlungsstand am Samstag, dem 28. August 2026, gegen 2:15 Uhr, in der Kurt-Schumacher-Straße gekommen. Zuvor hatten unbekannte Täter über das Internet Kontakt zu dem Inhaber eines Bistros aufgenommen und von ihm unter Androhung eines Brandanschlags einen höheren Geldbetrag gefordert. Zur Tatzeit flog schließlich eine Glasflasche mit Brandsatz, umgangssprachlich auch Molotow-Cocktail genannt, durch die geöffnete Eingangstür in das Bistro. Der entstandene Brand konnte durch anwesende Personen jedoch schnell gelöscht werden. Personenschäden oder größere Sachschäden blieben aus.

Zweiter Fall im Ostring: Ermittlungen wegen versuchten Tötungsdelikt

Der zweite Fall, der nach derzeitigem Ermittlungsstand auf das Konto derselben Tätergruppe gehen dürfte, ereignete sich in der Nacht zum vergangenen Freitag im Kasseler Ostring. Das Polizeipräsidium Nordhessen berichtete hierzu bereits in einer Pressemitteilung unter https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6345879. In diesem Fall laufen die Ermittlungen inzwischen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts, da der gegen 4:15 Uhr von einem unbekannten Täter geworfene Brandsatz einen 23-Jährigen nur knapp verfehlt haben soll. Auch in diesem Fall war offenbar die Erpressung eines dort ansässigen Imbissbetreibers mit entsprechender Geldforderung vorangegangen.

Festnahme von 21-Jährigen bei Geldabholung

Im Rahmen der weiteren intensiven Ermittlungen zu den beiden Erpressungsfällen und Brandsatzwürfen wurde bei der Kasseler Kriminalpolizei die AG Bistro eingerichtet. In der Folge gewannen die Ermittler Erkenntnisse, dass es einen weiteren Erpressungsfall zum Nachteil eines Kasseler Geschäftsbetreibers gibt, bei dem es zu einer Geldübergabe kommen könnte. Schließlich gelang der Polizei am Montagabend gegen 21:00 Uhr die Festnahme des 21-jährigen Tatverdächtigen aus Kassel im Innenstadtbereich. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung fanden die Ermittler zudem eine nicht geringe Menge an Betäubungsmitteln. Der 21-Jährige wurde auf Antrag der Kasseler Staatsanwaltschaft inzwischen einem Haftrichter vorgeführt und sitzt nun in Untersuchungshaft.

Hinweise und Videos erbeten

Die Ermittlungen der AG Bistro zu allen drei Erpressungsfällen dauern weiterhin an und laufen auf Hochtouren. Mögliche Verbindungen des festgenommenen 21-Jährigen zu den anderen Taten werden intensiv geprüft, wenngleich er nach derzeitigem Kenntnisstand offenbar nicht der Initiator der Erpressungen und Geldforderungen selbst war. Zur Aufklärung der Fälle und zur Identifizierung weiterer Tatverdächtiger suchen die Ermittler weiterhin nach Zeugen.

Darüber hinaus bitten sie auch darum, dass möglicherweise vorhandene Videos im Kontext der Brandanschläge oder der Flucht der Täter von den beiden Tatorten, der Polizei übermittelt werden. Hierzu wurde ein Portal zum Upload von sachdienlichen Video- oder Fotodateien eingerichtet.

Zeugenhinweise nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen unter Tel. 0561 - 9100 entgegen.

Tatrelevante Videos oder Fotos können über den Link https://chronos.polizei-nordhessen.de/s/ARQYD97L87zzmM4 oder den angehängten QR-Code (Passwort: Leserhinweis) hochgeladen werden.

Matthias Mänz

Pressesprecher Polizeipräsidium Nordhessen Tel. 0561 - 910 1020

Moritz Teschner

Stellvertretender Pressesprecher Staatsanwaltschaft Kassel Tel. 0561 - 912 2759

Ereignis:
Versuchtes Tötungsdelikt
Ort:
Kassel
Bundesland/Region:
Hessen
Land:
Deutschland
Tatdatum:
nicht aus der Quelle ableitbar
Tatzeit:
nicht aus der Quelle ableitbar
Meldezeit:
09.09.2026 15:50 Uhr
Quelle/Distribution:
Presseportal Blaulicht
Herausgeber:
Polizeipräsidium Nordhessen
Original-URL:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/44143/6348889
Vorgangsnummer:
POL-NH
Tatmittel:
nicht sicher ableitbar

Angaben gemäß der genannten Quelle. Keine eigene Tatsachenfeststellung über den Quelleninhalt hinaus.

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