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Messerangriff

Messerangriffe - leicht rückläufig

Polizeidirektion Kiel berichtet mit Meldezeit 07.04.2026 11:05 Uhr zu einem Ereignis in Plön.

Angaben nur gemäß Quelle, ohne eigene Bewertung.

Gemeldet 07.04.2026 11:05 Uhr · Tatzeit 10 Uhr · Plön, Deutschland

Polizeipräsenz bei Nacht in Plön – Symbolbild

PLÖN

Symbolbild: Polizeipräsenz in Plön. Das Bild zeigt nicht den konkreten Tatort.

Messerangriffe - leicht rückläufig

In 2025 wurden im LK Plön 25 Straftaten mit Phänomen Messerangriff erfasst. Dies entspricht zwei Fälle weniger als noch in 2024 (27 Fälle). Dabei wurde zum überwiegenden Teil (19 Fälle) mit dem Messer gedroht. In drei Fällen wurde das Messer angewendet. Taten unter Einsatz eines Messers sind grundsätzlich von erheblicher Gefährlichkeit. Nicht selten ist die Schwere der Folge für die Opfer vom Zufall abhängig.

Zum überwiegenden Teil geschahen die Taten in Mehrfamilienhäusern/ Wohnblöcken(5 Fälle) gefolgt von Taten auf öffentlichen Straßen/ Wegen/ Plätzen (4 Fälle).

Von 25 berichteten Fällen eines Messerangriffs konnten 20 Fälle aufgeklärt werden, das entspricht einer Aufklärungsquote von 80 %. Dabei konnten in 2025 insgesamt 21 Tatverdächtige ermittelt werden. In 81 % der Fälle handelt es sich bei den Tatverdächtigen um Männer. Von den ermittelten Tatverdächtigen sind 48 % Erwachsene. In fünf Fällen waren die Täter alkoholisiert. Zwei der ermittelten Tatverdächtigen bei Messerangriffen im LK Plön haben keine deutsche Staatsangehörigkeit, in beiden erfassten Fällen handelt es sich um Zugewanderte.

Als Maßnahme zur Eindämmung der Gewaltkriminalität führt die Polizei verstärkte Kontrollaktivitäten im öffentlichen Nahverkehr durch. Grundlage hierfür ist die seit Ende 2024 gültige Landesverordnung über das Verbot des Führens von Waffen und Messern in Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs.

Vermögens- und Fälschungsdelikte - Schwerpunkte in der virtuellen Welt Mit 636 (2024: 757) bekannt gewordenen Fällen nehmen die Vermögens- und Fälschungsdelikte 13,89 % (2024: 15,31 %) an der Gesamtkriminalität im Kreis Plön ein. Es gab hier im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 121 Fälle (-16 %). Solche Vorgänge werden vor allem durch die zunehmende Nutzung des Internets immer häufiger registriert.

Die Aufklärungsquote fällt auf 61,6 % (Vorjahr 63,4 %). Im Vorjahr war hier ein Anstieg zu verzeichnen.

Im Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte zeigen erste Ermittlungsansätze in vielen Fällen ins Ausland. Derartige Auslandsdelikte werden nicht in der PKS erfasst, da die Tat (vermeintlich) nicht in Deutschland begangen wurde. Deshalb ist die PKS in diesem Deliktsfeld nur eingeschränkt geeignet, einen realistischen Blick auf die tatsächliche Kriminalitätsbelastung zu gewähren (siehe zugehöriges Kapitel Auslandsstraftaten).

In 2025 wurden 1030 Fälle mit Handlungsort im Ausland erfasst. Im Vorjahr betrug die Anzahl der erfassten Auslandstaten 948. Die Zahl der registrierten Straftaten mit Handlungsort im Ausland stieg damit im Jahr 2025 um 82 Fälle (8,6 %). Ein Großteil dieser Taten ist im Bereich der internetbasierten Vermögens- und Fälschungsdelikte zu verorten, bei denen häufig Hinweise auf einen Handlungsort des Täters im Ausland vorliegen.

Klassische Phänomene bei den Auslandstaten sind z. B. "Cybertrading Fraud", "Ransomware-Angriffe", "betrügerische Gewinnversprechen", "falsche Polizeibeamte" oder auch "Schockanrufe". Die beiden letzten Phänomene zielen insbesondere auf ältere Opfer ab, wobei gerade in diesen Bereichen durch die Polizei intensive Präventions- und Aufklärungsarbeit geleistet wird.

Rauschgiftdelikte

Mit 95 (Vorjahr: 107) erfassten Fällen sind im Jahre 2025 gegenüber dem Vorjahr 12 Rauschgiftdelikte nach dem Betäubungsmittelgesetz weniger festgestellt worden (-11,2 %). Bei der Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität handelt es sich um sogenannte "Kontrolldelikte", d.h. sie sind zum größten Teil durch die Arbeit der Polizei beeinflusst und spiegeln nicht zwangsläufig die reale Entwicklung wider. Nach dem KCanG wurden in 2025 31 Fälle erfasst, dieses Gesetz erlaubt den Besitz und Anbau von Cannabis für Erwachsene unter bestimmten Vorgaben.

Es gab im Kreis Plön im Jahr 2025 drei Drogentote zu beklagen, für Plön eine außergewöhnlich hohe Zahl im Vergleich der vergangenen 10 Jahre.

Jugendkriminalität

Der Anteil der Tatverdächtigen in der Gruppe der 14- bis 20-Jährigen ist im Vergleich zum Vorjahr auf 18,6 % (2024: 17,5 %) leicht gestiegen. Im Deliktsbereich der Rohheitsdelikte ist die Entwicklung erfreulicherweise rückläufig.

Fazit: Effektive Kriminalitätsbekämpfung durch gezielte Maßnahmen der Polizeidirektion Kiel

Die Polizeidirektion Kiel setzt auf ein umfassendes Kriminalitätsbekämpfungssystem, das durch kontinuierliche Lageanalysen und eine gezielte Präsenzerhöhung ermöglicht, schnell auf entstehende Kriminalitätsschwerpunkte zu reagieren. Mit organisatorischen Maßnahmen, wie beispielsweise der Einrichtung von temporären und dauerhaften Ermittlungseinheiten agiert die Polizeidirektion Kiel, um festgestellten oder prognostizierten Entwicklungen entgegenzuwirken.

Im Kreis Plön ist die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten im Jahr 2025 einem wie schon im Vorjahr weiter gefallen. Im Vergleich von 2024 zu 2025 wurden durch die Polizei 366 Delikte (-7,4 %) weniger Fälle in der PKS erfasst. Der Rückgang liegt damit im Trend in den Landkreisen insgesamt. Die Häufigkeitszahl (Anzahl der Straftaten auf 100.000 Einwohner) als Indikator für die Kriminalitätsbelastung ist im Kreis Plön seit Jahren die niedrigste im gesamten Land Schleswig-Holstein und das ist auch 2025 so geblieben.

Die Fallzahlen haben sich in den unterschiedlichen Deliktsbereichen auch unterschiedlich entwickelt. Die Aufklärungsquote ist mit 56 % gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt gestiegen und liegt auf dem Niveau des Landeswertes. Die Zahl der aufgeklärten Fälle ist gesunken.

Erfreulicherweise ist die Zahl der Wohnungseinbrüche nach einem deutlichen Aufwärtstrend in den Jahren 2021 bis 2023 und einem Rückgang in 2024 im aktuellen Berichtsjahr weiter gesunken (-3,7 %). Die Verteilung von Versuchs- und Erfolgstaten zeigt auf, dass die Präventionsarbeit Früchte trägt. Dennoch gilt der Hinweis, dass die Polizei auch immer wieder auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen ist. Hier ist noch einmal der Appell zu verstärken, bei allen Auffälligkeiten sofort die Polizei über Telefon 110 zu informieren. Nur durch eine möglichst schnelle Fahndung können Tatverdächtige auf frischer Tat festgenommen und weitere Ermittlungen initiiert werden.

Auch im Kreis Plön verlagert sich die Kriminalität mehr aus der realen in die virtuelle Welt mit neuen Gefahren. Die bereits jetzt hohe Anzahl von angezeigten Betrugsfällen im Internet mit im Kreis Plön wohnhaften Geschädigten steigt stetig. Die immer aufwendiger werdenden Ermittlungen führen in der Mehrheit zu Tatverdächtigen aus anderen Bundesländern oder aus dem Ausland und werden daher in der PKS für den Kreis Plön nicht abgebildet.

Hier ist der Rat der Polizei, vermeintlich lukrative Angebote zunächst sorgfältig zu prüfen, bevor man hinterher feststellen muss, dass man Betrügern aufgesessen ist. Appell der Polizei an die Öffentlichkeit ist hierbei auch immer wieder, dass man insbesondere auf ältere Mitmenschen Acht geben soll.

Die vollständige Kriminalstatistik 2025 des Kreises Plön kann unter folgendem Link eingesehen werden:

https://www.schleswig-holstein.de/DE/landesregierung/ministerien-behoerden/POLIZEI/DasSindWir/PDen/Kiel/_downloads/pks/pks_ploen_2025.pdf

Für Rückfragen steht die Pressestelle Kiel telefonisch unter der bekannten Rufnummer zur Verfügung.

Der Leiter der Kriminalpolizeistelle Plön, Thorsten Ebel, wird im Rahmen eines Pressegesprächs die Kriminaltitätsentwicklungen des Jahres 2025 für den Landkreis Plön erläutern und einordnen.

Diese Veranstaltung richtet sich ausschließlich an Medienvertreterinnen und -vertreter und findet am Freitag, den 10. April 2026, um 10:00 Uhr, in Plön statt. Zur besseren Planbarkeit bitten wir um Anmeldung bis Donnerstag, 9. April, 14 Uhr, unter der Rufnummer 0431 / 160 2010.

Mathias Stöwer, Pressesprecher der Polizeidirektion Kiel

Ereignis:
Messerangriff
Ort:
Plön
Bundesland/Region:
Schleswig-Holstein
Land:
Deutschland
Tatdatum:
03.04.2026
Tatzeit:
10 Uhr
Meldezeit:
07.04.2026 11:05 Uhr
Quelle/Distribution:
Presseportal Blaulicht
Herausgeber:
Polizeidirektion Kiel
Original-URL:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/6250118
Tatmittel:
Messer (unspezifisch)

Angaben gemäß der genannten Quelle. Keine eigene Tatsachenfeststellung über den Quelleninhalt hinaus.

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